St. Mariä Himmelfahrt in Wiehl

Wiehl

Die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Wiehl ist eine der jüngsten in unserem Seelsorgebereich. Sie wurde im Jahre 1951 nach den Plänen des späteren Diözesanbaumeisters Professor Dr. Wilhelm Schlombs gebaut. Grund für den Kirchenbau war die gewachsene Zahl von Familien, die während des 2. Weltkrieges in den Städten ausgebombt wurden und aufs Land zogen, eben auch nach Wiehl.

Am 10. Januar 1971 wurde die Kirche bei einem Brand schwer beschädigt, beim folgenden Wiederaufbau (wiederum durch Professor Schlombs) wurde eine neue Ausstattung eingefügt. Im Jahre 1985 wurden unter anderem der Chor umgestaltet und die Ausstattung in Teilen nochmals erneuert.

Professor Schlombs holte junge Künstler, die später Rang und Namen hatten, nach Wiehl. Sie gaben der Kirche ihren besonderen Charakter. So gestaltete der Bildhauer Professor Hillebrand die eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe über dem Portal, den Altar und den Taufstein – eine Arbeit aus einer Säule der zerbombten Kirche Maria im Kapitol in Köln – den Deckel des Taufsteins und den Tabernakel als elfenbeinernen Turm. Die Fenster sind entworfen von Paul Weigmann, Toni Zens entwarf und schnitzte den viel beachteten Kreuzweg.

Die ursprünglich hochwertige Ausstattung hatte durch den Brand 1971 gelitten, für die Neuausstattung konnten mit Elmar Hillebrand und Paul Weigmann wieder die ursprünglichen Künstler herangezogen werden.

Die aus dem Jahre 1730 stammende Marienfigur aus Lindenholz erlitt durch den Brand ebenfalls großen Schaden, konnte aber wieder restauriert werden. Anfang 1976 wurde die Kirche durch eine wertvolle Christusfigur aus dem 17. Jahrhundert „Christus an der Geißelsäule“ bereichert.

Das Altarkreuz an der Rückwand zeigt einen tief hängenden Corpus (um 1700) an einem hölzernen, abgerundeten Kreuz (Hillebrand 1972).

Da die Kirche am Ortsrand liegt, hat sie keine große Fernwirkung in die Innenstadt hinein. Lediglich durch die Gestaltung des Westwerks kann sie auf sich aufmerksam machen. Die relativ junge Kirche hat ein insgesamt junges Gottesdienstpublikum. Dem versucht die Gemeinde durch zahlreiche Familiengottesdienste und weitere Angebote für Familien Rechnung zu tragen.

 

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