St. Bonifatius in Bielstein

St. Bonifatius Bielstein (c) Seelsorgebereich An Bröl und Wiehl

Die Pfarrkirche St. Bonifatius in Wiehl-Bielstein ist die zweite katholische Kirche, die in Bielstein errichtet wurde. Der Vorgängerbau – eine einschiffige Kapelle – wurde im Jahre 1906 eingeweiht und 53 Jahre später abgerissen. Mit dem Bau einer neuen Kirche wurde der Kölner Architekt Heinz Lindener beauftragt, der einen modernen Kirchenbau mit rund 200 Sitzplätzen plante.

Die Pfarrkirche St. Bonifatius in Wiehl-Bielstein ist die zweite katholische Kirche, die in Bielstein errichtet wurde. Der Vorgängerbau – eine einschiffige Kapelle – wurde im Jahre 1906 eingeweiht und 53 Jahre später abgerissen. Mit dem Bau einer neuen Kirche wurde der Kölner Architekt Heinz Lindener beauftragt, der einen modernen Kirchenbau mit rund 200 Sitzplätzen plante.

Im Mai 1960 wurde die neue Kirche benediziert, 1981 – nach Fertigstellung der Ausstattung – wurde sie geweiht. Von allen Kirchen unseres Seelsorgebereichs ist die Kirche St. Bonifatius sicher diejenige mit der größten theologischen Aussage. Schon dem Kirchenraum liegt eine theologische Konzeption zugrunde. Wer ihn betritt, erfährt Begegnung; Begegnung zwischen dem „Menschlichen“ und dem „Göttlichen“.

Zwischen der Altarwand und der Orgelempore erhebt sich ein Raum aus Bruchsteinen, hoch und mit Lichteinfall: der „göttliche Raum“. Dieser Raum ist wie hineingehoben in das niedrige, weiße, ohne Lichteinfall mit Sitzbänken ausgestattete Hauptschiff, ein Raum der Menschen. Die Grenze zwischen beiden Räumen ist offen und zugänglich, aber nicht sichtbar.

Die Ausstattung der Kirche selbst wuchs über einen längeren Zeitraum (1959-81). Der große Blockaltar besteht aus Grauwackequadern auf einem niedrigen Sockel. Die vorkonziliare Kanzel an der nordöstlichen Bruchsteinwand ist erhalten, unter ihr eine Abbildung des Propheten Jeremia. Er scheint sich gegen die schwere Last des Wortes Gottes zu stemmen.

An der Stirnseite der Bruchsteinwand südlich der Orgelempore befindet sich der sog. „Patronatspfeiler“ mit 17 Heiligendarstellungen. Er ist gestiftet von Gemeindemitgliedern, deren Namenspatrone zum Teil dargestellt sind. Herausragend ist auch das hängende, goldene Altarkreuz. In jeder Osternacht wird es gewendet. Der Corpus verschwindet, die Rückseite des Kreuzes erscheint. Der Auferstehungsengel verkündet die Botschaft: Er ist auferstanden.

Die Pfarrgemeinde St. Bonifatius lebt vom Ausprobieren, von Projekten, von Experimenten, von den Begabungen jedes Einzelnen. Dies hat seinen Niederschlag gefunden in einigen Kunstwerken, die von Gemeindemitgliedern in der jährlich stattfindenden Bonifatiuswoche geschaffen wurden und nun in der Kirche zu sehen sind.

Um den Kirchenraum noch stärker zur Wirkung zubringen, wurde in den letzten Jahren eine neue LED-Lichtanlage in der Kirche installiert.

Ihr Weg nach St. Bonifatius

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